Wir haben uns entschieden, unsere Solidarität mit allen, die unter Repression durch Nazis und Rassisten leiden, mit einer Demonstration zum Ausdruck zu bringen. Es kann nicht sein, dass ein alternatives Hausprojekt nur mit Polizeischutz Ruhe vor erneuten Angriffen finden kann. Der oder die Täter oder Täterinnen sind noch nicht gefasst, jedoch verstärkt sich die Annahme, dass hier gezielte Propaganda mit massiver Handlung komplettiert wurde. Ist das in Spandau neu? In dieser Dimension schon. In Spandau gab es lange keine marodierenden Horden von Nazis, was 1999, zu Zeiten der Gründung des SBgR noch ganz anders aussah. Danach waren Rechte in der Bevölkerung „untergetaucht“ und ihre Maximen verbanden sich in der Wut gegen soziale Ausgrenzung im Alltag. So hatte die AfD mit ihren polemischen Parolen leichtes Spiel und sitzt mit 9 Personen seit 5 Jahren im Rathaus.

2017 schaute die rechte Szene wieder hierher – dreimal gab es Versuche, Rudolf Heß zu gedenken und einen Wallfahrtsort aus dem abgerissenen Kriegsgefängnis zu machen, in dem er bis zu seinem Tod in der Zelle saß. Durch beachtliche Gegenwehr mit großer Unterstützung von Berliner Gruppen wurde ihnen die Lust an Spandau verleidet. Inzwischen übernimmt die sog. Kleinstpartei „Der III. Weg“ die Feierlichkeiten zu Heß, zum Beispiel in Wunsiedel. Auch Spandau ist von ihnen nicht verschont geblieben. Sie tarnen sich als sozial und gar sozialistisch und beschwören einen deutschen Nationalstaat ohne Zuwanderung.

Faschismus, Nationalstaatentum, Ausgrenzung und Rassismus entgegentreten – das wollen und müssen wir gemeinsam tun!

Kommt alle am Sonnabend, dem 15. Mai 2021 um 14 Uhr zum Bahnhof Spandau!

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