Sie kommen nicht zur Ruhe – die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses in einem Spandauer Stadtteil. Erneut war Sonntag Nacht, am 18. April, die gesamte Straße von Löschzügen und Polizei belegt. Diesmal jedoch durfte niemand in seiner Wohnung bleiben und es war lange ungewiss, ob und wann die Wohnungen wieder begehbar seien. Die Flammen auf dem Hof waren von der Parallelstraße aus hoch sichtbar. Das Foto im Netz spricht Bände über der Gefährdung von Menschenleben. Glücklicherweise konnte wieder Schlimmeres verhindert werden und auch die Wohnungen rochen nicht nach den beißenden Rußschwaden, die von verbrannten Autoreifen und alten Kfz übrig blieben.

Die Feuerwehr suchte noch lange nach Brandnestern.

Von weither Solidaritätsbekundungen bis zur Anmeldung einer Spontandemonstration am nächsten Tag. Doch dazu sollte es nicht kommen, der Hausverein hat im Sinne vieler Mitmenschen, denen es nicht angenehm wäre, wenn vor ihrer Tür demonstriert würde, darum gebeten, nicht heute, nicht jetzt, nicht dort zu demonstrieren.

Die Bewachung durch Polizei und Aktive wird nun intensiviert, die Situation ist grauenvoll, die Verursachenden längst nicht gefunden. Der Einstieg in den Hof indes schien leicht – es ging über die Mülltonnen des Nachbarhofes. Bis der oder die Täter gefasst sind, werden alle Mitmenschen aus der Umgebung wachsam sein.

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