Kaum jammert die AfD, dass sie in Berlin keine Räume mehr findet und verliert auch einen Tanzsaal in Moabit aufgrund von „Bedrohungen gegenüber dem Vermieter“!?, da schreit im großen Spandau ein anderer Tanzstudiobesitzer: „Kommt her zu mir“ – so schien es jedenfalls vor dem heutigen Wahlsonntag. Familie Thamm, Besitzerpärchen der Tanzschule Allround in der Heerstraße 560 glich mit ihrem Tanzschuppen am EU-Wahlsonntag ab 15 Uhr einer schwer bewachten und mit vielzähligen Medienvertretungen versehenen Festung. Damit hatten die feierwilligen AfD-Aktiven wohl nicht gerechnet, dass sich Menschen sogar in diesen nördlichsten Bereich Spandaus kurz vor der Brandenburger Grenze wagen, um ihre Meinung über diesen konservativen, rassistischen, menschenfeindlichen Haufen zu sagen.

Ein Dank an alle, die dabei waren, die trotz der Entfernung und totenähnlichen Sonntagswohnruhe 5 Stunden dort laut und aktiv Gegenwehr gezeigt haben. Sogar manch Einwohnerin und manch Einwohner kamen und blieben.

Besonderer Dank allerdings gilt den Menschen, die für eine besondere Freude sorgten, als sie schräg gegenüber auf dem Hahneberg ein Transparent entrollten, auf dem weithin zu lesen war: MENSCHEN RETTEN STATT DIESEL RETTEN.

Wir freuen uns über das nicht so hoch ausfallende Wahlergebnis der deutschen AfD im EU-Parlament und sehen trotzdem die Gefahren, die sich dort durch die Vielzahl unterschiedlicher rechter Gruppierungen vollziehen werden. Dieser Entwicklung gilt es entgegenzutreten. Immer wieder.

Nationalismus ist keine Alternative!