Wir übernehmen folgenden Text der VVN/BdA im Wortlaut:

(Die Fehler bei den Straßennamen und die inexistenten Straßen sind durch die Polizei so vorgegeben worden!)

Gefahrenwarnung vor Neonazi-Übergriffen im Westen von Spandau am 18. August!

Neo-Naziaufmarsch beginnt mitten in Wohngebiet und in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft

Neonaziaufmarsch soll auf dem Rücken der Anwohner*innen durchgeführt werden

Die Route der braunen Marsch soll um 12.00 Uhr in der Schmidt-Knobelsdorfer Straße beginnen und über den Seebürger Straße, die Maulbeerallee, den Magistratsweg, den Brunsbütteler Weg, den Brunsbütteler Damm, den Nennhauser Damm zum S-Bahnhof Staaken führen. Sie sollen also möglichst weit weg und unbehelligt von den angekündigten breiten Protesten marschieren können.

Das bedeutet, die Neonazis starten NICHT an einem S-Bahnhof, sondern können frei und national durch Spandau-West marschieren. Dies ist eine reale Gefahr für die dortigen Anwohner*innen, da hier ein Gebiet entsteht, wo gewaltbereite Neonazis bei der Anreise zu ihrem Aufmarsch ungestört rumlaufen werden. Gewalttätige Übergriffe von Neonazis vor, nach und auch während des Aufmarschs, waren in den vergangenen Jahrzehnten bei den „Heßmärschen“ an der Tagesordnung“. Die Bewegungsfreiheit der Anwohner*innen wird also durch Neonazis und Polizei unzumutbar eingeschränkt – ein Angstraum ensteht!

Wir fragen uns, was sich Polizei und Innenbehörde bei dieser Rücksichtslosigkeit gegen die Spandauer Bevölkerung denken.

Die Mitglieder des NSU-Terrornetzwerks Ralf Wohlleben und André Eminger wurden vor kurzem in München aus der Haft entlassen, sie bereuen nichts. Ob sie in Spandau auftauchen wissen wir nicht, Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe werden aus bekannten Gründen nicht erscheinen. Sie alle waren regelmäßige Teilnehmer*innen der verschiedenen Heß-Aufmärsche und Aufmarschversuche der neunziger Jahre, gleiches gilt für alle Mitglieder des NSU-Terrornetzwerkes, der Skinheads Sächsische Schweiz, des Thüringer Heimatsschutzes, Blood and Honour. Der Verfassungsschutz dürfte einige Busreisen mitfinanziert haben. Heute sind sie in den Freien Kameradschaften, im 3.Weg, der Rechten, in der NPD organisiert. Wer also das NSU-Netzwerk sehen will, sollte am 18. August nach Spandau kommen.

In Spandau und Berlin ist kein Platz für Neonazis, Herr Innensenator Geisel ziehen Sie daraus Konsequenzen! Lassen auch Sie die Nazis nicht marschieren.

Das breite antifaschistische Bündnis wird es sowieso tun!

Samstag, 18. August 2018, 11.00 Uhr, Bahnhof Spandau,

Demonstration „Keine Verehrung von Naziverbrechern“ vom Spandauer Bündnis gegen Rechts

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Berliner VVN-BdA,16. August 2018