Eine Einladung, die den Besuch lohnt – gerade in einem Bezirk, der „sein“ AfD-Problem unter den Teppich kehrt, nicht dafür eintreten möchte, die Zitadellennutzung durch die AfD durch eigenen Verzicht

An den Fenstern jüdischer Geschäfte werden von Nationalsozialisten Plakate mit der Aufforderung „Deutsche, wehrt euch, kauft nicht bei Juden“ angebracht. 1938

Spandauer Synagoge Am Lindenufer 12 Ecke Kammerstraße

zu unterbinden und sich schwer tut, Realitäten als solche erkennen zu wollen, ist es großartig, dass eine solche Veranstaltung im Rathaus stattfindet!

Die Pogromnacht vor 80 Jahren war auch in Spandau weithin sichtbar – die Bevölkerung hat sich ähnlich verhalten wie andernorts: es wurde weggeschaut, wenn nicht sogar mitgemacht. Nachzulesen zum Beispiel in der Geschichte „Von Spandau nach Auschwitz“ Willi Frohwein, Herausgeber: Jugendgeschichtswerkstatt Spandau, Autoren: Uwe Hofschläger und Mareike Auener.

Die Synagogenreste in der Altstadt standen noch bis in die Siebziger Jahre – danach entstand dort ohne viel Federlesen ein Wohnungsbau und später erst wurde ein Mahnmal ausgelobt…

Am heutigen Wohnhaus erinnert eine Tafel an die Synagoge

Nun also – stellt euch ein auf eine Diskussionsveranstaltung, die angesichts der heutigen Entwicklung des Rechtsrucks in Europa und weltweit, mehr als notwendig ist.

Montag, 05. November 2018, 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Spandau

Auf dem Podium unter anderem: Dr. Gesine Lötzsch, MdB, Sigmount A. Königsberg, Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Hans Coppi, Ehrenvorsitzender der Berliner VVN-BdA

Musikalische Unterstützung durch Wladimir Miller