Da wir festgestellt haben, dass einige unserer Besucher über TOR-Exit-Nodes auf unsere Seite zugreifen, mal ein paar Worte zum TOR-Netzwerk:

TOR hilft bei richtigem Umgang mit dem Netz gegen jedwede Rückverfolgung durch Privatpersonen, ist aber vor staatlichem Zugriff nicht sicher!

Ja, TOR ist kompromittiert!

Das ist auch recht einfach nachzuvollziehen, wenn man sich klarmacht, welche Rechenleistung staatlichen Organen zur Verfügung steht. Wer sich vorstellen kann, dass mittlerweile über die Hälfte aller sich im Tornetzwerk befindlichen Rechner „Honeypots“ sind, muss zu dem Schluss kommen, dass er evtl. über drei staatliche Systeme surft. Damit wäre die erhoffte Anonymität wieder dahin. Zumal das Konzept von TOR davon ausgeht, dass es unmöglich sei, den gesamten Internetverkehr live zu überwachen, auszuwerten und wieder zurück zu rechnen. Nochmal Danke an Herrn Snowden für den Beweis des Gegenteils. Weitere Belege für die Unsicherheit TOR’s sind unter anderem die Schließung von Silk Road, Black Market Reloaded und Beschlagnahmung eines Tor-Mail-Servers. Ja, alles nur Zufälle. ROFL

Wie also sicher surfen? Wer absolut auf Nummer sicher gehen will, sollte nur noch öffentliche WLAN-Hotspots nutzen, aber bitte nicht mit einem proprietären Betriebssystem, wozu ich auch Android und die Major Linux Distributionen zähle, die ja streng genommen keine sind. Wer noch auf der Suche nach einem von Haus aus Spyware-freien Betriebssystem ist, dem sei OpenBSD ans Herz gelegt.

Wer nicht auf den Komfort des heimischen Internets verzichten will, dem empfehle ich I2P. Wobei auch hier eine Einschränkung gilt, was jetzt noch verschlüsselt übertragen wird, muss in 10 Jahren nicht mehr verschlüsselt sein. Die NSA speichert alle verschlüsselten Daten in dem Wissen, dass sie später, wenn die Rechenleistung der Prozessoren weiter gestiegen ist, entschlüsselt werden können.

Auch I2P ist kein Garant für Anonymität im Netz, denn das schwächste Glied in der Kette bleibt der Anwender. Wer standardmäßig Javascript und Co aktiviert hat, persönliche Daten auf nicht TSL/SSL gesicherten Verbindungen preisgibt, ein proprietäres Betriebssystem nutzt, seine DNS Anfragen vom Provider auflösen lässt etc. dem ist eh nicht zu helfen.

In diesem Sinne: FUCK YOU NSA!

Orwell, Du alter Optimist!    😉