Als sich die Weimarer Republik immer mehr verabschiedete – was am 30.01.1933  in der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler gipfelte – gab es für den aktiven Widerstand zunehmend weniger Schlupflöcher.

Hatten bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 noch 81 Kommunisten Mandate erhalten, wurden diese auf der Grundlage der Reichstagsbrandverordnung am 8. März wieder annuliert. Für den Spandauer KJVD*-Vorsitzenden Erich Meier, der durch seine mitreißende, aufklärerische Art geliebt und geschätzt wurde, brachen am 10. März die schwersten Stunden an. Erich war gerade Anfang 20 und leider so unvorsichtig, die geplante Flucht in die tschechische Republik nicht rechtzeitig genug durchzuführen, dass ihn in einer hinterhältig-feigen Aktion SA-Leute in ihre Gewalt brachten, schwer misshandelten und ermordeten.

Seine Geschichte wurde in der Broschüre „Erich Meier und seine Zeit“ von W. Döbbelin zu DDR-Zeiten und ausführlicher 2005 leicht lesbar erzählt.

Das Spandauer Bündnis gegen Rechts führt seit 1999 jährlich eine Gedenkveranstaltung zu seinem Todestag am zweiten Sonntag im März auf dem Spandauer Friedhof in den Kisseln durch. Da Erich Meier am 16. Dezember 2010 100 Jahre alt hätte werden können, wollen wir uns nicht nur mit der Trauer befassen sondern in großer Hochachtung an ihn erinnern und seinen Geburtstag feiern. Deshalb wird es zwischen dem 16. und 18. Dezember 2010 drei Veranstaltungen geben, zu denen wir alle Interessierten herzlich einladen.

* (Kommunistischer Jugendverband Deutschlands)

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