IMG_8815Am 9. März 2014 trafen sich auf Einladung des SBgR wie jedes Jahr etliche Menschen am Ehrengrab Erich Meiers auf dem Friedhof in den Kisseln, um seines Lebens als aufrechter Widerstandskämpfer zu gedenken. Der Frühlingstag war vor fast 81 Jahren vielleicht ebenso – die Vögel sangen und überall spross das Grün. Damals gelang dem noch nicht einmal 23 Jahre alten Erich die Flucht vor den verbrecherischen SA-Leuten nicht mehr. Sie überfielen die Hütte in der Kleingartenanlage, in der er sich für diese Nacht aufhielt, bedrohten alle aus dem Schlaf gerissenen, darunter ein Kleinkind, und schleiften Erich Meier barfuß und bereits am Kopf blutend aus dem Haus. Nach Stunden der grauenvollsten Misshandlungen fuhren sie mit ihm auf die Rieselfelder nahe Seeburg am Gut Karolinenhöhe. Dort fand man ihn später mit sieben Kugeln im Rücken und dreien im Kopf. Die „Aufklärung“ dieses Mordes war damals und auch später beim Gerichtsprozess im Jahr 1951 eine Farce. Zeugen sahen sich außerstande, „einen Verdacht gegen eine bestimmte Person zu äußern“, Zeitungen schrieben gar von einem Selbstmörder, der auf den Rieselfeldern gefunden wurde. Die Täter indes rühmten sich ihrer Taten und legten es so aus, dass Erich Meier Morddrohungen gegen sie ausgestoßen habe, gegen die sie sich nur verteidigt hätten! (Untersuchung eines Mordfalls, aus: Erich Meier und seine Zeit von W. Döbbelin)

1951 konnten sich beim „Prozeß gegen Spandauer SA“ der ehemalige Obersturmführer Gerhard Steltner und der ehemalige Hauptsturmführer Hans Horn,  die mutmaßlichen Täter, aus deren SA-Gruppe heraus auch dieses Verbrechen begangen wurde, „an nichts erinnern“. Mindestens 15 Gefolgsleute aus dem SA-Sturm „Hanne Horn“ bekräftigen, sie hätten doch ‚immer nur Ausflüge gemacht und sich nie für etwas gerächt‘. Sehr vielsagend über diese Jahre und die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland ist auch die Aussage eines Verteidigers der Angeklagten:

Angesichts der veränderten Weltlage und der  bevorstehenden Wiederbewaffnung Deutschlands sei es ein fataler Fehler, auf einer Anwendung des hier zu Debatte stehenden Kontrollratsgesetzes Nr. 10 (erlassen am 20.12.1945) zu beharren. Durch die Verfolgung und Verurteilung von Männern wie Steltner und Horn werde die Aufstellung eines Bundesheeres erheblich erschwert. (Der Prozess von 1951, aus: Erich Meier und seine Zeit von W. Döbbelin)

63 Jahre später:

Europa politisiert sich Rechts, Menschen werden aus wirtschaftlichen und geostrategischen Gründen zur Flucht aus ihren Ländern gezwungen, ‚Frontex‘, eine europäische Organisation hindert sie daran, am Fluchtort anzukommen, in Deutschland treibt der braune Mob unter den Augen eines Verfassungs“schutzes“ sein mörderisches Unwesen, die soziale Ungleichheit wird politisch und bewusst forciert, die Medien übernehmen ihren Anteil an täglicher Desinformation…..

Wir sagen: Öffnet auch weiterhin die Augen, erkennt Zusammenhänge, nutzt unabhängige Informationssysteme und bleibt aufrecht!