250 Millionen für die neueste Technik. Das Europäische Parlament bezahlt die Sicherheit des gedeckten europäischen Tisches gegen die hungernden Augen und Hände aus dem Rest der Welt mit hohen Summen. Eurosur heißt die Geheimwaffe. Seit gestern riegelt sich die EU mit dem European Surveillance Boarder System ab. Anfangs nur im Mittelmeer, später in allen angrenzenden Meeren der EU-Mitgliedstaaten. Damit ziehen sich die Stricke um die Festungsgrenzen Europas immer weiter zusammen.

Begründet wird dies mit einer besseren Risikoerkennung – so sollen Kriminelle wie Menschenhändler und Drogenschmuggler schneller gefunden und das Leben der Flüchtlinge „geschützt“ werden!

Dabei geht es doch ausschließlich um den Schutz der reichen Industrienationen Europas vor unerwünschter Zuwanderung! Die EU-Kommission beharrt darauf, dass die Daten über Zuwanderer zwischen den betreffenden nationalen Behörden und der EU-Grenzschutzagentur Frontex besser ausgetauscht werden.

Was durch die Ausbeutung der Entwicklungsländer, durch die Unterstützung von militärischen Auseinandersetzungen, durch das Aufreiben unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen provoziert wurde, kann doch nicht geduldet werden. Schon der Anblick ums nackte Überleben kämpfender Flüchtlinge sollte den europäischen Staatsangehörigen erspart werden. Deutschland braucht professionell geschulte Arbeitskräfte, die am besten noch finanziell gut ausgestattet sind, keine Hungerleider. Alles, was gerade in diesen Tagen an humanitären Hilfeleistungen und Schutz für Flüchtlinge, z. B. aus Syrien, in den Medien zu sehen ist, bauchpinselt unsere vorweihnachtliche Milde und bleibt trotzdem so schön anonym. Weniger als 15 % der Asylanträge werden positiv beschieden.

siehe: Artikel bei Pro Asyl

© David Mdzinarishvili/Reuters

© David Mdzinarishvili/Reuters


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