Das Grab Erich Meiers

Das Grab Erich Meiers

Vor 80 Jahren wurde den Nazis in Deutschland die Macht in die Hände gelegt, sie überzogen das Land mit unsäglichem Terror, um diese Macht zu halten und das Deutsche Volk gefügig zu

machen für ihre Eroberungs- und Vernichtungspläne. Zu den Opfern in den ersten Monaten gehörte der Spandauer Antifaschist Erich Meier. Er war noch keine 23 Jahre alt, als er in der nacht zum 11. März 1933 von SA furchtbar gefoltert und ermordet wurde. Er hatte sich schon früh aktiv den Nazis in den Weg gestellt, wollte das heraufziehende Unheil verhindern.
Seit vielen Jahren treffen sich um seinen Todestag herum Menschen unterschiedlicher politischer Überzeugung zu seinem Gedenken auf dem Spandauer Friedhof in den Kisseln an seinem Grab. Wichtig ist es, seine Mahnung weiter zu tragen und zu zeigen, dass Faschismus keine tolerierbare politische Meinung, sondern Verbrechen ist. Blumen und Kränze unterstrichen die Redebeiträge. Trotz des kalten Wetters war die Beteiligung am Sonntag, 10. März, größer als den vergangenen Jahren, geschätzt mehr als 60 Leute, von denen viele anschließend im Paul-Schneider-Haus zu anregenden Gesprächen und türkischen politischen Liedern bei Wein und Kaffee, bei Kuchen und Chili-con-Carne zusammen kamen. Das Spandauer Bündnis gegen Rechts hat wie in den vergangenen 13 Jahren zu

diesem Gedenken aufgerufen, die Gestaltung übernommen und die Organisation durchgeführt. Auch am Sonnabend zuvor bei dem antifaschistischen Stadtrundgang durch die Spandauer Neustadt war die Beteiligung mit mehr als 30 Leuten reger als erwartet, obwohl es inzwischen das sechste mal war, dass dieser Rundgang stattfand.

Grabstrauß mit Schleife des SBgR

Grabstrauß mit Schleife des SBgR

Das Spandauer Bündnis gegen Rechts wird sich auch in Zukunft allen faschistischen Tendenzen in den Weg stellen und zeigen, dass Nazis in Spandau keinen Platz haben.