Da wir viele demonstrationsunerfahrene Unterstützer haben, wollen wir euch noch einmal das Thema Sicherheit ins Bewusstsein rufen. Wir müssen damit rechnen, dass schon am Vortag, sprich heute, vereinzelt Nazigruppen in Spandau ihr Unwesen treiben, sie nutzen erfahrungsgemäß die letzten beiden Vorabende, um visuelle Präsenz durch Plakatierung zu schaffen, womit sie ihrem stumpfsinnigen Gefolge lokale Unterstützung vorheucheln.

Seid vorsichtig beim Entfernen von solch ekelerregender Propaganda. Oft genug wurden kleinste Glassplitter oder zerstückelte Rasierklingen in den verwendeten Kleister eingearbeitet. Wenn ihr Personen oder Gruppen diesen Dreck verkleben seht,  ruft die Polizei und verhaltet euch bis zu ihrem Eintreffen unauffällig. Sprecht solche Gruppen unter keinen Umständen persönlich an, geschweige denn verfolgt sie! Das sind keine Maulhelden oder Halbstarke, der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) hatte seine Wurzeln in solchen Strukturen, die vor Gewalt und auch Mord nicht zurückschrecken.

Wenn Ihr dann am Samstag zur Demo anreist, kommt nicht alleine sondern in Gruppen, es werden sicher schon jede Menge Nazis ihr Unwesen treiben. Auch hier lehrt uns die Vergangenheit, dass Ihr in Gruppen sicherer unterwegs seid. Anreisende Einzelpersonen wurden schon des Öfteren von Nazigruppen attackiert. Während der Kundgebung oder Demonstration empfehlen wir euch, den Veranstaltungsort bzw. den Demozug nicht eigenmächtig zu verlassen, um unüberlegte einzelne Aktionen zu verwirklichen. Sollte sich der Demozug auflösen, oder sich etwas anderes Ungeplantes, Unerwartetes ereignen, schließt euch der Traube von Menschen an, mit der ihr eben noch marschiert seit. Keinesfalls solltet Ihr euch alleine auf den Weg zum Rathaus oder zur Kundgebung machen. Achtet auch auf Hinweise der Veranstaltungsleitung, die über den Lauti oder die Megafone zu euch schallen.

 

Viel Glück da draußen und seid wachsam!