Kinosaal„Im Labyrinth des Schweigens“

Vor der Wahl ist nach der Wahl und nach der Wahl zeigen das Spandauer Bündnis gegen Rechts und die VVN/BdA Spandau ihren dritten Film im Kino im Kulturhaus Spandau.

Diesmal könnte es für die Spandauer besonders interessant werden, ist doch die Geschichte von Thomas Gnielka mit dem Kant-Gymnasium verbunden. Im Zweiten Weltkrieg wurde Gnielka als Oberschüler dieses Gymnasiums mit männlichen Mitschülern als Luftwaffenhelfer dienstverpflichtet und auch in der Region Auschwitz Gnielkabucheingesetzt, wo ihnen ausgemergelte KZ-Häftlinge begegneten, die zur Zwangsarbeit in Außenkommandos eingesetzt waren.
Gnielka war nach dem Krieg zunächst Volontär beim Spandauer Volksblatt und ging dann nach München, Wiesbaden und schließlich nach Frankfurt am Main, wo er für die Frankfurter Rundschau schrieb.

Als politischer Korrespondent befasste er sich vornehmlich mit der personellen Kontinuität des Nationalsozialismus in den Verbänden, Parteien und Behörden der Bundesrepublik Deutschland. Die erste Urteilsverkündung der durch seine beharrliche Arbeit vorangetriebenen Frankfurter Auschwitzprozesse konnte er wegen seines frühen Todes 1965  nicht mehr erleben.

Wie zeigen den 2014 erschienen Film: „Das Labyrinth des Schweigens“, der für internationale Aufführungen den Titel „Labyrinth of Lies“ trägt, am

Sonntag, dem 25. September 2016 um 11 Uhr

im Kino im Kulturhaus Spandau,

Mauerstraße 6

Danach werden wir die Gelegenheit haben, mit der Schauspielerin Hansi Jochmann, sie spielt im Film als Sekretärin Erika Schmitt die gute Seele der Staatsanwaltschaft, und Petra Pau, Mitglied des Bundestages für die Linkspartei und Vertreterin der Linken im NSU-Untersuchungsausschuss über Zusammenhänge zwischen deutscher Geschichte einst und jetzt zu sprechen.

Der Eintritt ist frei – Spenden sind erbeten.

Hinweis: Der vierte Film der diesjährigen Matinee wird am 20. November ebenda aufgeführt – ein ausführliche Vorinformation folgt.

Informationen hier: FlyerKino