1933 wurde der Spandauer Jungkommunist Erich Meier von SS-Männern gefangen genommen, gefoltert und ermordet. Es war die Zeit der Ermordung etlicher, die politisch anders dachten und den aufkeimenden Nationalsozialismus schnell als menschenfeindliche Idee erkannten und bekämpften.

Heute veröffentlichen die neuen Nazis Listen von Menschen, die ihnen nicht passen, sie zünden Asylunterkünfte an und hetzen gegen Flüchtlinge und Andersdenkende. Die Morde aufgrund rechter Ideologien werden verharmlost und als Einzeltaten abgetan. In Neukölln reißt die Welle von Gewalt und Bedrohung gegen aktive Linke nicht ab und Sprüche wie: „Linke Ratte“ in großen Lettern an Reinickendorfer Hauseingängen stehen da, als hätte es nie ein „Danach“ gegeben. Deutschland ist wieder mittendrin im Kriegstrubel, der Wehretat wird erneut angehoben, die Grenzen verdichtet und Menschen in nutzbar oder nicht eingeteilt. Vom Schwachsinn, den AfD-Heinis verkünden und der durch die Medien willfährig verbreitet wird, wollen wir gar nicht erst reden. Spandau ist nicht mehr der Anfangspunkt wie 1933 (Göbbels: „Von Spandau aus werden wir Berlin erobern…“), er ist angepasstes Mauerblümchen mit Mitmachcharakter.

Erich Meier sagte damals, was es zu sagen gab. Er tat, was zu tun war. Wir müssen unsere Rolle scheinbar noch einnehmen, die uns bisher aus „guter Kinderstube“ mehr zurück hielt als beflügelte.

Lernen wir daraus, nehmen wir die Broschüre über „Erich Meier und seine Zeit“ oder andere Geschichtsbücher in die Hand und vergleichen. Ohne Schönfärberei und Furcht.

Wir sehen uns am 12. März 2017 wie jedes Jahr um 14 Uhr auf dem Friedhof in den Kisseln, um am Grab Erich Meiers Worte auszutauschen und danach im Klubhaus Westerwaldstraße Gedanken zu wechseln.

siehe auch: http://buendnis-neukoelln.de/2016/09/15/neukoellner-nazis-veroeffentlichen-feindliste/

Flyer zur Erich-Meier-Ehrung hier: Erich-Meier-Gedenken